Bei uns in der City ist das Fahrrad die Geheimwaffe schlechthin. Viele Autofahrer suchen sich noch einen Parkplatz und viele Bahnfahrer stehen noch an der Haltestelle, wenn wir Radfahrer bereits auf dem Sofa sitzen!

Für mich persönlich ist das ideale Stadtrad der ultimative „Trekkinghammer“ mit 30 Gängen oder einer 14-Gang Rohloff-Nabe. Es hat schmale Reifen, bietet mir eine lang gestreckte Sitzposition und rennt wie vom Teufel gehetzt. Mit so einem Fahrrad fahre ich schneller nach Hause, als meine Frau mit dem Auto.

Jetzt soll es aber Leute geben, die sich beim Fahren nicht so anstrengen möchten b.z.w. können, oder sich der eigenen Leistungsfähigkeit unsicher sind – wer zur Arbeit fährt, will dort nicht durchgeschwitzt ankommen, wer es weiter zur Arbeit hat, muss sicher sein, dass er pünktlich ankommt.

Diese Leute fahren daher in der Regel mit dem Auto oder der Bahn und gehen dann Abends ins Fitness-Studio, da Ihnen sonst Bewegung fehlt. Wenn es aber möglich wäre, quer durch die Stadt zu flitzen ohne sich dabei übermäßig anzustrengen, hätten Sie Ihre Bewegung und eine Zeitersparnis. Hier macht ein Pedelec Sinn. Der E-Motor unterstütz Sie so, dass Sie auch in schnellem Tempo ganz entspannt dahinradeln können.

Eine weitere Gruppe, für die Pedelecs sinnvoll sind, sind Fahrer die ein Handikap haben. Sollten Sie z. B. eine Herz-Kreislauf-Schwäche oder angegriffene Gelenken haben, werden Sie mit Ihrem Fahrrad deshalb nicht losfahren, weil Sie nicht wissen ob Ihre Leistungsfähigkeit bis zu Hause anhält. Da Sie aber nicht regelmäßig radfahren, nimmt Ihre Leistungsfähigkeit immer weiter ab.

Hier kann ein Pedelec eine deutliche Hilfe darstellen. Bei einem Pedelc haben Sie ein Fahrrad, mit dem sie ganz normal locker losradeln und wenn Sie merken, dass Ihnen das Fahrren zu beschwerlich ist, lassen sie Ihren elektrischen Mitfahrer einfach stärker in die Pedale treten. Das geht von ein bisschen Hilfe bis starke Unterstützung.
Auf diesem Wege fahren Sie wieder regelmäßig Fahrrad und Sie können auch mal Leistung abrufen ohne zu befürchten, dass es zu anstrengend wird.

Sie sollten nur beim Kauf auf eine ausgiebige Probefahrt bestehen und diese dann ohne den Stom zurücklegen. Denn nur wenn das Gefährt dann begeisterungsfähig leicht fährt, ist die Basis des Pedelec (das Fahrrad) für Sie passend und auch gut konstruiert. Umgekehrt ist es unsinnig sich ein Gefährt zuzulegen, bei dem Sie den Motor einschalten müssen, damit es so fährt wie ein normales Fahrrad. Schauen Sie auch mal auf andere Pedelec-Fahrer. Die meisten können Sie an einer unpassenden Körperhaltung direkt erkennen. Das macht aber wenig Sinn, denn Ihr Körper ist ja der gleiche wie bei einem Fahrrad. Nur dass Sie jetzt viel schneller sind und mehr Körperspannung b.z.w. Kontrolle brauchen und nicht weniger.

Ihr Thomas Just