Einfache Antwort:

nicht zu groß und nicht zu klein! Oder besser gesagt:

Ist das Fahrrad zu groß,

dann hält es zwar länger, aber das Kind bekommt oft schneller Angst vor dem Fahrrad und kann das Fahrrad schlecht oder gar nicht beherrschen.
Wichtige Anhaltspunkt sind: Wie schnell findet Ihr Kind einen sicheren Stand in einer brenzligen Situation, kann es gefahrlos abspringen und kann es enge Kurven fahren ohne den Lenker loslassen zu müssen?

Ist das Fahrrad zu klein,

dann ist Ihr Kind zwar sehr sicher und auch grenzenlos mutig, aber es fühlt sich bei einer Fahrrad-Tour schnell überfordert, denn es fühlt sich so an, als hätte ich Sie auf das Kinderrad gesetzt und hätte Sie 10 km vor mir her gescheucht.
Wichtige Anhaltspunkt sind hier: Kann das Kind sein Bein beim Pedale herunterdrücken, ausreichend ausstrecken, ist der Lenker direkt vor dem Bauch oder sieht Ihr Kind locker aus, wenn es den Lenker in der Hand hat?

Aber für beide gilt:

Passt das Fahrrad und ist das Kind stolz auf seine Fahrleistung, hat es Spaß beim lockeren Umgang mit dem Fahrrad. Dann wird es gerne und viel fahren und mit Freude und Spaß für ausreichende Bewegung sorgen.

Fazit:

Ist bei richtiger Einstellung der Sattel und Lenker ganz unten und die Räder möglichst groß, dann fährt es sich locker und leicht. Natürlich sind beide Punkte gegensätzlich. Daher wird der topausgebildete, tourenfahrende Nachwuchsradler eher ein großes und der Sandkasten-Weitsprung-Spielplatzheld eher ein kleines Fahrrad bevorzugen.

Ihr Thomas Just