Oder: Wie gebe ich Begeisterung weiter?

Sicher hat jeder von uns schon mal von den Freaks gehört, die mit Ihren kleinen Kindern mehrwöchige Fahrradreisen machen. Unverantwortlich sagen jetzt einige! Schön wär‘s sagen andere! Wer hat denn nun Recht?

Wie Sie sicherlich gemerkt haben schränken sich die Hobbys der Eltern sofort ein, wenn Kinder in der Familie sind. Wäre es da nicht schön, ein Hobby zu haben, dass alle mit Begeisterung verfolgen? Könnte man nicht die Studenten-Abenteuertouren wieder aufleben lassen und die Begeisterung und Erfahrung an die Kinder weiterreichen?

Neugier nutzen!

Ihr Kind ist erst einmal neugierig und probiert vollkommen selbstverständlich alles aus. Da muss doch etwas draus zu machen sein, oder?

Klar! Fangen Sie rechtzeitig an, Begeisterung aufzubauen und Ängste zu vertreiben. Das machen Sie, in dem Sie schon lange vorher mit dem Kind gemeinsam ein Ziel festlegen. Vielleicht haben Sie Bilder von dem Ziel, die Sie sich vorher ansehen oder Sie planen ein gemeinsames Erlebnis am Zielort. Z. B.: „Fahren wir doch mal an den See, da mieten wir ein Boot und wenn Du möchtest, kannst du auch mal rudern!“ Oder: „Fahren wir doch zum Kinderbauernhof und stöbern dort einmal durch alle Ecken!“

Fantasie einsetzen:

Wenn jetzt noch ein zünftiger Name ins Spiel gebracht wird, z. B. „Die Abenteuertour“ – dann macht schon das gemeinsame träumen und erzählen einen riesigen Spaß. Vor so einer richtigen Abenteuertour muss natürlich viel vorbereitet werden.

Es gibt viel Stoff zum Erzählen, Üben, Planen und Überdenken für das Fahrerteam!

• Was muss denn alles mitgenommen werden?
• Was müssen wir vor der Tour alles noch auf dem Fahrrad üben?
• Was für Regel gelten auf der Tour?
• Wie ist denn das mit der Verpflegung auf einer solchen Abenteuertour?
• Wer fährt wo?
• Wer sagt denn wo es lang geht?
• Wann gibt es denn Pausen?

Diese und viele anderen Sachen besprechen Sie vorher, natürlich mit dem Kind als „gleichberechtigten Mitfahrer“. Es macht auch viel Spaß, einige Zeit vorher mal einen Nachmittag eine Trainingstour zu unternehmen und dabei viele Fragen zu klären.

Auf der Trainingstour können Sie mit Ihrem Kind auch gleich einen „Kinder-Fahrrythmus“ entwickeln.

Ihr Thomas Just