Ich muss nicht nach Santiago

Tag 7: Pause am Hartenbergsee

Erholungs-Pause am See

 oder wie man ein Gewitter im Zelt übersteht

Nach der Hitzeschlacht der letzten Tage, war jetzt auch mal ein Pausentag fällig. Schon ganz jemand anders hatte einst gesagt:

Am 7. Tage sollst du ruhen…….. und schließlich ist heute Sonntag.

Obwohl mir die Vorstellung vom Zelten am Badestrand Hartenbergsee im ersten Augenblick nicht gefallen hat, stellte sich die Örtlichkeit beim genauen Hinsehen als ein „genüssliches Fleckchen“ heraus. Unser Stellplatz war ganz passabel und die Zeltnachbarn der  Vater&Kind Veranstaltung, brachten mit Lagerfeuer und Gitarre den richtigen Flair mit . Sogar die an dem See gelegene Ortschaft Goldenstedt entpuppte sich als netter kleiner Urlaubsort. Wir ließen die Packtaschen zu und gönnten uns ein feudales Frühstück in einem Hotel. Den Tag über trödelten wir gemütlich durch die Gassen und Wege, machten hier und dort Pause bei einem leckeren Eis, einem Bad im See und ein später bei einem fürstlichen Abendbrot.

Das Wetter war sehr warm und schwül. Der Wetterbericht drohte mit einem Gewitter, welches in der Tat so langsam auf uns zu kam und uns in der Nacht dann auch erreichte. Da wir direkt unter einem Baum zelteten, war uns nicht ganz Wohl in unserer Haut, aber der menschlichen Natur gehorchend, haben wir die Augen zu gemacht und nicht hingeguckt. Beim lauschigen Einnicken, begann es dann zu winden und zu regnet. Heike und ich schauten uns kurz an: „Das zieht vorbei?!“ Zwei Stunden später wurden wir wach, weil es draußen ab und an taghell wurde. Anschließend schien jemand einen vollgeladenen Container aus einem Flugzeug abzuwerfen, so donnerte das. Der Wind wehte währenddessen, dass einem Angst und Bange werden konnte. Blitzartig sprangen wir aus dem Schlafsack, schnappten uns die wichtigsten Sachen, zurrten das Zelt noch einmal fest und rannten in Richtung Waschraum. Hier war schon eine richtige Versammlung im Gange. Jeder suchte sich ein Plätzchen und gemeinsam schauten wir dem Spektakel zu.

Nachdem das Heftigste vorüber gezogen war, gingen wir wieder zum Zelt, welches noch stand und innen auch noch trocken war. Still dachten wir an den Verkäufer, der definitiv sein Geld wert war. Dann mummelten wir uns wieder ein und machten die Dötze zu. Es regnete die ganze Nacht. Mit Grausen dachten wir an das morgige Zeltabbauen.

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