Ich muss nicht nach Santiago

3. Tag Haltern – Münster

 

Mit dem Navi auf Kriegsfuss

oder warum der Weg schon wieder weg ist?

Wie der Tag begann, war von dem leichten Lagerkoller, der uns überfallen sollte, noch gar nichts zu spüren. Auf jeden Fall hatte Ich gut geschlafen und das Zelt wurde immer mehr mein zweites Zuhause. Alles hatte seinen Platz, alles war überschaubar. Alles wurde gelassener, aber mit der Gelassenheit kam auch die Zeitlosigkeit. Tage verloren Ihren Namen und wir verstanden, wie es den Menschen im Altersheim erging. Da wir heute aber knapp 80km vor uns hatten und der nächste Campingplatz in Münster sein würde, wurde ich bei der Zeitplanung schon ein wenig hektisch. Obwohl wir früh dran waren, zogen die vereinzelten Gespräche mit den Nachbarn die Vorbereitungszeit in die Länge. „Na,….. Sie haben aber noch was vor, wo soll es denn hingehen….?

Freundlich erklärte ich alles mit großer Begeisterung. Am Ende waren wir 20 Minuten später dran wie gestern und da waren es nur 48km gewesen. Es galt also das Tempo ein wenig anzuziehen. Da meine Schuhe aber immer noch nass waren, musste ich den heutigen Tag mit Sandalen überstehen. Aber es würde heute ja nichts schlimmes auf uns warten…… oder doch?

Die ersten Kilometer hatte ich so gelegt, dass Heike zu Ihrer, für Sie berühmten HWW (Heikes wilde Wegführung)  kommen sollte. Heute sollte Sie nichts zu meckern haben. Nun ist das Routing PC Programm und auch das Navi-Gerät,…….sagen wir milde gesagt,  nicht selbsterklärend. Zu Hause am PC war alles vom Feinsten, aber hier vor Ort schickte uns der Navi in Bauernhöfe hinein oder mitten durch Baustellen und durch urwaldartige Waldstücke. Wenn man die vorgegebene Route aber verlässt, routete er, nur für sich alleine nachvollziehbar, alles neu. Natürlich hauptsächlich an gut befahrenen Straßen entlang. Dabei wollte ich Heike doch so gerne über einen schönen Weg führen. So musste ich also improvisieren und wer mich kennt, weiß, dass mir das gar nicht liegt. So führte uns das Gerät über die abenteuerlichsten Wege, die ohne unsere Beladung auch sicher sehr schön gewesen wären, aber mit diesem Lastzug und einem OHHHH und ARGGG hinter mir, war es ein schwieriger Start. Heike war trotz der netten Strecke sehr bedient und wimmerte nach einer Bundesstraße. Ich wiederum, war sehr in einen Navi-Ärger verstrickt, da ich es doch hin bekommen wollte. Ich denke, wir mussten uns Heute beide sehr zusammenreißen, um nicht schlechte Laune aufkommen zu lassen.

So sind wir bei sehr warmem Wetter 40km ohne Pause durch MTB fähige Wege und verwinkelte Stadtsträßchen gefahren. Ab und an haben wir den Campingplatz angerufen, der sich unter der uns bekannten Telefonnummer vehement weigerte, ans Telefon zu gehen. Alles zusammen war heute eine echte Prüfung für meine Gelassenheit. Erst nachdem wir alle ausgedachten Routen verlassen hatten und aus dem Kopf den Dortmund Ems Kanal befuhren, wurde es wieder schneller und wieder ausgeglichener.

Wie es aber ist, an solchen Tagen, war der Dortmund Ems Kanal im Generalumbau und für die Befahrung weitgehend gesperrt. So machten wir uns auf, neue Wege zu finden. An so einem Weg, breiteten wir dann unsere Decke aus und machten ein hervorragendes Picknick.

So sind wir bei sehr warmem Wetter 40km ohne Pause durch MTB fähige Wege und verwinkelte Stadtsträßchen gefahren. Ab und an haben wir den Campingplatz angerufen, der sich unter der uns bekannten Telefonnummer vehement weigerte, ans Telefon zu gehen. Alles zusammen war heute eine echte Prüfung für meine Gelassenheit. Erst nachdem wir alle ausgedachten Routen verlassen hatten und aus dem Kopf den Dortmund Ems Kanal befuhren, wurde es wieder schneller und wieder ausgeglichener.

Wie es aber ist, an solchen Tagen, war der Dortmund Ems Kanal im Generalumbau und für die Befahrung weitgehend gesperrt. So machten wir uns auf, neue Wege zu finden. An so einem Weg, breiteten wir dann unsere Decke aus und machten ein hervorragendes Picknick.

So kam mit einem vollen Bauch und strahlendem Sonnenschein  die Gelassenheit wieder. Am Ende brachte uns unser Navi aber wirklich an den versprochenen Campingplatz, der nur eine neue Telefonnummer besaß. Wir bekamen einen schönen Platz zwischen vielen anderen Reiseleuten.

Viele der Radtouristen sprachen hier holländisch und waren in jedem Alter vertreten. Das Aufbauen unseres Equipments war in 30Minuten passiert. Danach ging es unter die Dusche (natürlich ohne Handtuch) und in ein tolles Restaurant, in dem wir den Tag gebührend feierten. Ich stelle fest, dass ich noch viel Gelassener werden muss und dass alles schöner wird, wenn man es aus der Vergangenheit betrachtet.

Nun lege ich mich hin und werde pennen!

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