Ich muss nicht nach Santiago

Tag 17 – 18 : PAUSE in Cuxhaven

Cuxhaven

oder ein Nachmittag mit der alten Liebe.

„Eigentlich sind wir mit unserer Rück-Reise-Tour gerade erst gestartet und jetzt sollen wir schon wieder einen Pausentag einlegen,“ ging es mir durch den Kopf. Fest stand, dass wir Cuxhaven auf der Liste der Orte hatten, die wir einmal erleben wollten. Bei der Stadt Cuxhaven denkt man aber an mehr, als man antrifft. Denn im Prinzip ist die Stadt ein Sammelsurium von Dörfern und diese liegen ganz witzig verstreut. Wir waren vor längerer Zeit schon einmal kurz hier und hatten jetzt einfach Lust darauf, hier Zeit zu verbringen

„Wir sind jetzt hier und haben Zeit“, sagte Heike mit großer Freude. Ein zusätzlicher Grund zu bleiben, waren die Grüße von Peter Sauer, die wir auszurichten hatten. Mit einem eigenartigen Blick hatte er uns aufgetragen die gemeinsamen Bekannten zu besuchen.  „O.K. dann machen wir eine Pause.“

Das letzte Mal, als wir mit dem Auto hier waren, sind wir kurz ausgestiegen. Damals standen wir direkt vor der alten Festung Fort Kugelbarke, die uns sehr imponierte. Ich wollte sie unbedingt besichtigen, aber das Fort war damals geschlossen und eine Besichtigung nicht möglich, dass sollte jetzt anders werden. Wenn wir schon mit dem Rad hier vorbeikommen, dann sollten wir uns auch die Zeit nehmen und das verpasste Erlebnis nachholen.

Unser Zeltplatz erwies sich als überfüllt aber sehr modern und auch verkehrsgünstig gelegen. So war es uns möglich, alles fußläufig zu erreichen.

Die Promenade am Strand war schön zum Spazierengehen, obwohl es uns vorkam, dass sich die Strand-Promenaden auf der ganzen Welt gleichen. Auch der kleine Kurgarten mit der Mini-Kirmes hätte genau so gut auf Mallorca oder Ibiza stehen können. Es gab hier die gleichen Fressbuden und die gleiche Durcheinandermusik wie überall am Strand. Ein wesentlicher Unterschied bestand aber darin, dass der Strandbesuch EINTRITT kostete. Da wir eine Kurkarte hatten, kamen wir so durch und machten erst einmal einen langen Strand/Watt Spaziergang. An einem schönen Strand-Cafe machten wir halt und tranken uns einen Tee.

Dabei viel Heikes Auge auf das Fort Kugelbarke.

„Ob man da jetzt reinkommt?“

„Das lässt sich klären, ich geh da jetzt mal hin!“

So fanden wir raus, dass in einer Stunde eine Besichtigung starten würde, wenn man in der Tourist-Info eine Karte erstanden hätte. Wir eilten in das Zentrum der Touristenhochburg und kauften eine Karte. Eine Zeit später kam ein älterer Herr und führte uns durch die Festung. Er ermöglichte uns einen Blick in eine längst vergangene Zeit. Ich war auf jeden Fall froh, Hier und Heute zu leben und nicht dort Dienst tun zu müssen. Drei Stunden lotste uns der Mann durch enge Gänge und treppauf und treppab. Für den langen Rückweg stärkten wir uns an einer Bude mit Curry-Wurst Fritten. Das Gericht was dann kam, hätte jedem Bochumer als Kriegerklärung gereicht, so grauenvoll war das Essen. Es war ja nicht so, dass wir es nicht vorher geahnt hätten, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Für den nächsten Tag hatten wir uns einen Aufenthalt an der Elbeausfahrt „Alte Liebe“ vorgenommen. Hier fuhren alle Schiffe ein paar Meter am Hafen vorbei und ein Sprecher aus dem Hafengebäude erklärte das Schiff, den Liegeort, das Ziel und die Ladung. Hier übten wir uns im Müßiggang und verbrachten einige Stunden damit, Schiffe und Leute zu beobachten.

Für den Abend waren wir zu unseren alten Bekannten auf eine Geburtstagsparty eingeladen. Da wir aber ein Geschenk brauchten, machten wir noch einen lustigen Einkaufbummel im Lotsenviertel.. Um 18.00 sollten wir auf der Party sein.

„Ob ich die Zwei noch erkenne……..? Wir werden sehen!“

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