Ich muss nicht nach Santiago

Tag 15: Brodersby –Breisach

Die Rückfahrt

Gestern waren wir noch in einem tollen Fahrradladen in Eckernförde und haben für Peter ein Pedelec ausgesucht. Es ist schon etwas seltsam wenn man als begeisterter Fahrradhändler in einem anderen Fahrradladen den Kollegen als Kunde begegnet. Schnell war ein Modell ausgeguckt, welches auch ausgiebig getestet wurde. Der Kollege war sehr kompetent und machte einen wirklich guten Job. Das Wunsch-Pedelec musste aber bestellt werden, so dass wir keine gemeinsame „Eingewöhnungs-Tour“ unternehmen konnten. Als Alternative haben wir uns Kappeln angesehen und in einem tollen Fischlokal unseren Abschied gefeiert.

Ein wenig traurig trennen wir uns wieder von Peter und Elsbeth.

Wie zur Belohnung glüht die Sonne auf uns herab. Der Wind hat sich heute versteckt, so dass wir bestimmt eine schöne Fahrt haben. Die heutige Route führt uns wieder an der Ostsee entlang, zu unserem Ausgangspunkt auf der Hinfahrt. So schmeißen wir uns in Eckernvörde wieder in das Ostseetreiben und füllen unsere Vorräte auf, von denen wir an einer zauberhaften Stelle am Stand direkt einen Teil verputzen. Dann fahren wir wortlos hintereinander her. Jeder ist heute mit seinen Eindrücken von dem tollen Wochenende beschäftigt und lässt während der Fahrt das Erlebte Revue passieren.

Bis Rendsburg folgen wir dem Weg, den wir aus dem Kopf finden. Da es jetzt langsam wieder nach Hause geht, macht sich bei uns etwas traurige Stimmung breit. So beschließen wir kurzerhand die Route zu verlassen, um noch andere schöne Stellen zu erkunden. Wir fassen den Plan, so weit wie möglich an der Nordsee entlang zu fahren und denken an Bremerhaven, an Cuxhaven und an den Dortmund-Ems-Kanal. Diese Aussicht erhellt unsere Laune. So nehmen wir also eine ganz andere Route und fahren lange am Nord Ostsee Kanal entlang. Auf der anderen Seite des Kanals wie auf dem Hinweg radeln wir an Werften entlang, die riesige Luxusjachten herstellen und halbfertig zu Wasser lassen. Es gibt viel zu sehen. Das Wetter ist heute sehr drückend und unerträglich heiß, so dass wir nur langsam vorwärts kommen.

Kurz vor unserem Etappenziel beschließen wir, nicht den Campingplatz aufzusuchen, da wir schon 19.00 Uhr haben. Wir halten an dem Hotel an, das uns schon auf der Hinfahrt mit einem leckeren Fisch imponiert hatte. Bei unserem Besuch auf dem Hinweg haben wir lachende Hotelgäste gesehen, die vermutlich Stammgäste waren. Dort fragen wir nach einem Doppelzimmer für die Nacht. Das Zimmer, welches wir dann gezeigt bekommen, ist eine pompöse Ferienwohnung für einen Spottpreis. Schnell gehen wir duschen, waschen uns den Staub ab und gehen mit großem Vergnügen zum Essen. Lange sitzen wir noch in der Gaststube und reden über das tolle Wochenende.

Es war schön bis hierhin, meiner Pumpe geht es gut und jetzt freuen wir uns auf ein paar schöne Tage bei der Rückfahrt.

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