Ergebnisgrinsen

Die Ergonomie-Beratung in Tannengrün
Oder: Warum manch einer erst einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben muss

Knack, knack, knack!

Ich drehe jetzt bestimmt schon seit fünf Minuten meine Runden. Doch das verfluchte Geräusch an diesem Fahrrad ist einfach nicht zu lokalisieren. Geräuschquellen an einem Fahrrad zu finden gehörte schon immer zu den Höchststrafen für einen Mechaniker.

Sind die Speichen lose? Ist das Lager lose? Ich suche und suche.

Was soll ich dem Kunden berechnen, wenn ich eine halbe Stunde im Kreis fahre?

Ich beginne, mich zu ärgern. Ich kann die Kunden durchaus verstehen. Geräusche sind immer Vorboten eines sich einstellenden Defektes. Daher ist es wichtig, diesen Geräuschen nachzugehen.

Während ich so vor mich hin radle, fällt mein Blick auf den Kettenschutz. Da, das ist es doch! Die Kette kommt an den Kettenschutz.

Mit einem siegesgewissen Lächeln bringe ich das Fahrrad in die Werkstatt zurück und stelle es meiner Mechanikerin hin. Sie ist gerade beschäftigt und schraubt an einem Tretlager. Leise fluchend versucht sie, die Verzahnung der Tretlager-Einschraubverbindung „frei zu fummeln“.

Sie schaut kurz zu mir hoch. Ich erwidere ihren Blick und werfe ihr in aller Kürze die entscheidenden Stichworte zu: „Kettenschutz, Kette, äußerster Gang, Druck auf die Pedale, Geräusche.“

„Stell hin!“ Es folgt ihr typisches kurzes Lächeln. „Du musst nach oben. Da steht einer für Thomas‘ Erzählstunde.“

Ich schaue kurz in meinen Kalender. Das wird die Ergonomie-Beratung sein. Stimmt. „11 Uhr, Herr Dietrich, Rahmen vermutlich zu klein“, habe ich vermerkt.

Ich gehe in meine Ecke, wo Herr Dietrich an der Fotowand steht. „Guten Tag, Herr Dietrich.“

Mein Kunde schaut sich ein Foto an.

„Auf dem Bild dort bin ich mit meinem Sohn am Dortmund-Ems-Kanal. Mein Sohn war damals viereinhalb, wir waren auf dem Weg zur Insel Borkum.“

Der Kunde dreht sich zu mir um.

„Tag, Herr Just.“

Ich mustere ihn kurz. Er ist etwa 1,80 Meter groß, hat eine kräftige muskulöse Statur und ist vielleicht 50 Jahre alt. Durch seine markante runde Brille strahlt sein Gesicht eine freundliche Gelassenheit aus.

„Was kann ich für Sie tun?“, beginne ich unser Gespräch.

„Ich fahre gerne Fahrrad und habe das Gefühl, dass irgendetwas nicht passt. Ich fühle mich auf meinem Fahrrad nicht wohl. Wenn ich lange Strecken fahre, greife ich immer an die Lenkerhörnchen. Irgendetwas stört mich. Vielleicht ist mir der Rahmen zu klein? Jetzt wollte ich einmal bei Ihnen herausfinden, was man dagegen machen kann.“

„Für eine Ergonomie-Beratung berechne ich Ihnen 50 Euro die Stunde“, erkläre ich.

Er nickt gelassen.

„Dann erzählen Sie mir doch einmal, wer Sie sind, was für Sie das Fahrrad bedeutet, was für ein Fahrrad Sie haben, und was Sie damit machen. Vielleicht berichten Sie auch noch, wo Sie genau der Schuh drückt.“

Er nickt erneut. „Ich bin Architekt im Raum Köln und fahre sehr viel mit dem Fahrrad. Ein Einsatzgebiet meines Rades ist mein berufliches Nahumfeld. Auf den kurzen Distanzen in Köln bin ich damit einfach schneller am Ziel. Das zweite Einsatzgebiet sind weite Fahrradurlaube. Diese führen mich oft in die Alpen und bis nach Italien. Wissen Sie, ich liebe diese ruhige entspannte Urlaubs-Atmosphäre auf dem Fahrrad.“

Ich höre zu, wie mein Kunde weiter erzählt. „Vor einigen Jahren habe ich mir ein individuelles Fahrrad für mich bauen lassen. Ich habe damals im Geschäft meine Maße abgegeben, und mit diesen Daten hat man dann das Fahrrad für mich gefertigt.“

„Wie sind Sie bisher mit dem Fahrrad zufrieden?“

„Ich bin bis jetzt schon ein paar Jahre damit gefahren und habe einige schöne Radreisen damit unternommen.“

„Ist es schnell?“

„Dickbereifte 26-Zoll-Reiseräder sind nie schnell. Das ist mir auch nicht wichtig.“

„Abwarten“, denke ich still bei mir. „Wie ist es ausgestattet?“, frage ich.

„Es ist ein Reiserad. Für mich muss dann eine Rohloff-Getriebenabe und SON-Nabendynamo dran sein.“

Ich mache mir auf einem Schreibblock Notizen. „Haben Sie Ihr Fahrrad mitgebracht?“

Herr Dietrich nickt und zeigt nach draußen.

„Bringen Sie es doch einmal hier zu uns in die Ecke.“

Sofort steht Herr Dietrich auf und stellt sein Fahrrad vor uns hin. Ich schaue es mir genau an und halte in Gedanken die Fakten fest.

Art des Rades: 26-Zoll-Reiserad, Stahlrahmen, geschweißte Verarbeitung, Rahmenhöhe 50 Zentimeter, kurzer Rahmen, Lenker sehr tief, Sattel sehr hoch und viel zu weit zurück. Ausstattung: Rohloff-Nabe, SON-Lichtanlage, Front- und Heckträger von Tubus.

Das Auffälligste dem Fahrrad ist die Farbe, ein dunkles Tannengrün. Zusammen mit den schwarzen Teilen ist das Fahrrad ein echter Hingucker.

Es ist ein fraglos schönes Fahrrad, aber es passt überhaupt nicht zum Fahrer. Nur: Wie soll ich ihm das jetzt erklären?

„Das haben Sie sich maßschneidern lassen?“, schaue ich ihn fragend an.

Ja, das kommt aus den neuen Bundesländern. Dort hatte ich eine Zeitlang zu tun. Da gibt es ein Geschäft, die bauen solche Fahrräder nach den Maßen der Kunden. Auch konnte ich mir die Ausstattung und Farbe aussuchen.“

„Wie lange ist das her?“

„Das ist jetzt schon bestimmt …“ Er macht eine kurze Denkpause. „Vier Jahre her.“

Ich nicke und mache mir weiter Notizen.

„Am Anfang war alles prima, aber nach der ersten großen Tour ging es los mit der Verstellerei und der Suche nach der richtigen Sitzposition.“

ch stehe auf und hole mein Patria Terra aus der Ausstellungs-Ecke. Ich stelle es für Herrn Dietrich auf die maximale Länge und die maximale Lenkerhöhe ein. „Was halten Sie davon, wenn wir kurz mal die Fahrräder tauschen? Ich gebe Ihnen eins von meinen, und dafür darf ich mal mit Ihrem fahren.“

Er nickt interessiert.

„Los geht‘s! In zehn Minuten treffen wir uns wieder hier.“

Herr Dietrich greift sich das Terra und fährt aus dem Laden. Ich nehme sein Fahrrad mit auf meine Teststrecke.

Auf dem Weg die Rampe hinunter mache ich einige plötzliche Brems- und Lenkmanöver. In meiner Tiefgarage auf der Kreisbahn teste ich den Geradeauslauf, die Sitzposition und die Ausstattung. Dann geht es in mehreren Gängen die Rampe wieder hinauf.

Mein Urteil: Ein kurzes lenkagiles MTB-artiges Fahrrad. Sitzposition viel zu kurz und der Lenker extrem tief für ein Reiserad. Auch die Leistung am Berg war bestenfalls als normal einzustufen. Alles in allem ein schönes Stadt-Wusel-Fahrrad. Aber als Reiserad für meinen Kunden nicht brauchbar oder zumindest sehr unbequem.

Ich fahre wieder in den Laden, stelle sein Fahrrad in die Ecke und warte auf die Rückkehr von Herrn Dietrich.

„Meine Herren, tolles Rad!“, zeigt er sich begeistert. „Der Apparat fährt so unglaublich leicht. Sagenhaft! Dabei hat Ihr Fahrrad doch auch breite Reifen.“

„Was war denn anders?“, frage ich.

Er denkt nach. „Länger, bequemer, schneller. Es erstaunt mich ein wenig. Ich glaube aber, dass ich damit keinen Berg hoch komme, denn dafür ist die Sitzposition zu aufrecht und zu bequem.“

„Das lässt sich doch testen“, sage ich.

Ich erkläre ihm den Weg zu meiner Rampe und schicke ihn wieder auf Tour. Er schnappt sich das Fahrrad und fährt los.

„Jetzt bin ich aber platt!“, kommt Herr Dietrich mit dem Fahrrad kurz darauf wieder in den Laden gefahren. „Wodurch fährt das Fahrrad denn so anders?“

„Das liegt am Namensschild“, witzele ich.

Er untersucht das Fahrrad genauer und stellt es neben seines. „Das Terra ist ja viel größer und länger. Der Lenker ist auch viel höher. Es sieht optisch träger aus, ist es aber überhaupt nicht.“

„Ihr eigenes Fahrrad ist im Prinzip ein sehr edles MTB. Die Sitzposition und die Mechanik sind aber auch einem MTB entsprechend. Ihr Fahrrad ist sehr kurz und der Lenker ist tief montiert. Durch diese Einstellung bekommen Sie viel Druck auf das Vorderrad. Die Handgelenke werden dadurch jedoch stark belastet. Natürlich bekommen Sie so auch Kraft in die Beine. Durch diese kurze und Handgelenke belastende Bauweise ist das Fahrrad extrem wendig, aber halt auch deutlich kraftloser bei sehr hohem Tempo.“

Ich mache eine kurze Pause und erkläre dann weiter. „Das Terra ist da anders, es ist länger im Radstand. Der Rahmen (Oberrohr) ist länger konstruiert, damit bekommen Sie als Fahrer, trotz des vergleichsweise bequemen Lenkers, viel Druck auf die Pedale und können Ihre Rumpf-Haltemuskulatur deutlich effektiver einsetzen.“

Herr Dietrich hört mir fast schon andächtig zu. „Die Wendigkeit des Fahrrades entsteht in Verbindung mit den verwendeten ultraleichten Straßenreifen und der agileren Lenkgeometrie. Außerdem spielt eine entscheidende Rolle, dass das Terra, das Sie gerade gefahren sind, einen vier Zentimeter größeren Rahmen hat. Unterm Strich ist das Terra nicht das ideale Rad für einen Mountainbike-Parcours. Da ist Ihr Fahrrad vielleicht besser. Aber auf der Strecke, egal ob Schotter oder Asphalt, ist das Terra bequemer und auch schneller.“

Herr Dietrich hockt immer noch vor dem Terra und nickt ständig, während ich erzähle. „Mit der fehlenden Leistung meines Rades kann ich ja leben. Aber die Sitzposition …“

Ich hole den Velochecker heraus und stelle ihn zwischen uns. Dann gehe ich zu seinem Fahrrad und vermesse es. Die Maße stelle ich anschließend auf dem Velochecker ein.

„Bitte Platz zu nehmen. Die Jacke würde ich jetzt ausziehen. Es könnte wärmer werden.“

Herr Dietrich steht auf und entledigt sich der Jacke. Dann setzt er sich auf den Velochecker und beginnt zu treten.

Ich stelle ihm einen recht hohen Tretwiderstand ein.

„Hey, ich will heute noch mit dem Fahrrad nach Hause“, lacht er mich an.

„So, und nun stelle ich Ihnen einmal ein 54 Zentimeter Terra ein.“ Ich suche mir die Zahlen aus der Tabelle heraus und gebe die Werte ein. „Und wie tritt es sich jetzt?“

Er schaut mich erstaunt an: „Besser!“

„Dann stellen wir Ihnen mal die richtige Position ein. Einmal bitte die Füße von den Pedalen herunternehmen. Beine gerade und Zehen hoch.“ Seine Füße sind locker noch zehn Zentimeter unterhalb der Pedale.

Ich schaue mir an, wie weit die Sattelstütze heraus gezogen ist. „Die Sattelstütze ist normal hoch, da können wir entweder die Sattelstange extrem weit herausziehen oder die Rahmenhöhe noch ein bisschen wachsen lassen.“

Herr Dietrich verfolgt alle meine Handbewegungen genau.

„Dann stellen wir Ihnen mal einen 58er Rahmen ein.“

Ich suche die neuen Werte heraus. „Der 58er Rahmen ist im Oberrohr länger und auch im Lenker (Lenkrohr) deutlich höher. Da die Sattelstange normal weit ausgezogen ist, nutzen wir damit die Vorteile des größeren Rahmens optimal aus.“

Während ich erzähle, stelle ich die Werte ein. Nach der Rahmenänderung schaue ich ihn an: „Und wie fühlt sich das jetzt an?“

„Wow, das ist ja bequem! Es erinnert mich an ein Cityrad, ist aber noch leichter zu treten.“

Ich überprüfe die Sattelhöhe ein weiteres Mal und stelle den Sattel noch vier Zentimeter höher. Anschließend messe ich ein weiteres Mal die Beinlänge. Dann lasse ich ihn die Pedalarme waagerecht stellen und schiebe den Sattel soweit vor und zurück, bis das Knielot exakt über der Pedalachse steht.

„So, jetzt noch einmal treten.“

Er schaut mich erstaunt an. „Das ist jetzt ein 58er? Ich habe doch bisher einen 50er Rahmen gefahren und meine Sitzposition war immer so sportlich.“

Ich lächle leise in mich hinein. „Willkommen im Club!“

„Ist es leichter und effizienter zu treten oder nicht?“, frage ich.

„Ja, unbedingt.“

„Aber deswegen sind Sie ja gar nicht hier. Sie wollten ja wegen des Rückens, des Nackens und der Handgelenke schauen. Den 58er Rahmen haben wir nur wegen der besseren Einstellmöglichkeiten für Ihren Rücken ins Auge gefasst.“

Er nickt schweigend.

„Nun kommen Ihr Rücken und die Handgelenke dran. Dazu stelle ich Ihnen mal einen noch höheren Tretwiderstand ein. Gut so?“

Er nickt.

„Jetzt kommt Ihre Rücken-Muskulatur auf den Prüfstand.“ Während ich rede, ziehe ich ihm den Rahmen auf ein unmögliches Maß lang.

„Was spüren Sie?“

„Das Treten wird sehr viel leichter, da können Sie jetzt noch viel mehr auf die Leistungsbremse packen, aber der Druck auf die Hände ist die Hölle.“

Ich beginne, ihm die richtige Körperhaltung vorzumachen. „Bis zu welchem Winkel können Sie sich, mit gerade gestrecktem Rücken, nach vorne legen, ohne den Lenker zu berühren?“

Dieses Maß ist bei jedem Menschen anders und hängt stark von der Leistungsfähigkeit der Rückenmuskulatur und der Dehnbarkeit der Oberschenkelrückseite ab. Diese Sitzposition erfordert allerdings einen ziemlich waagerecht eingestellten Sattel.

Er legt sich nach vorne und nimmt die Hände hinter den Rücken. „So weit geht es.“

Ich schaue mir seine Körperhaltung genau an. Der Rücken hat seine natürliche S-Form. Die Lendenwirbel-Lordose ist erhalten und die Halswirbelsäule ist gestreckt. Die Körpervorlage ist trotz der korrekten Haltung des Rückens beachtlich.

„Ihr Rücken ist aber fit. Wäre das nicht der Fall, müssten wir Ihre Körperhaltung mehr aufrichten, um die Rückenmuskeln zu entlasten. Diese Einstellung geht aber leider zu Lasten der Beinkraft. Sie können in dieser Position nämlich immer nur so stark treten, wie Sie durch die eigene Tretkraft nicht nach hinten kippen würden. Daher gilt: Viel Vorlage gleich viel Beinkraft, aber auch viel Körperspannung. Im Umkehrschluss würde das bedeuten: Wenig Vorlage gleich wenig Beinkraft, aber auch wenig Körperspannung.“

Mit diesen Worten stelle ich ihm die Arme wie bei einer Drahtpuppe auf einen Schulterwinkel von 90 Grad ein. „Nur in diesem Schulter-Armwinkel arbeiten die mächtigen Brust und Rückenmuskeln optimal zusammen. Diese Muskeln sind so groß und kräftig, die halten auch einer längeren Anspannung stand. Ist der Schulter-Armwinkel zu klein, spielen Hals und Nackenmuskeln eine größere Rolle. Diese sind aber viel schwächer und neigen schnell dazu, sich zu verspannen.“

Jetzt stelle ich ihm mit der Rahmenlänge und der Lenkerhöhe den Lenker genau in seine Hand hinein. „So, ab jetzt dürfen die Arme ein bisschen mithelfen, aber nur ein wenig. Treten Sie mal, wie fühlt sich das an?“

Er tritt wieder in die Pedale und beginnt zu grinsen. „Ja, so ist es gut, drehen Sie doch einmal den Tretwiderstand auf eine Alpen-Etappe hoch.“

Gesagt, getan.

„Geht auch prima!“ Herr Dietrich tritt sichtbar gut gelaunt noch eine ganze Weile in die Pedale.

„Was ist das jetzt für eine Rahmenlänge?“, will er dann wissen.

Ich schaue auf die Messeinheit des Velocheckers: „Das ist ein 58er Rahmen plus drei Zentimeter Oberrohrverlängerung.“

Er denkt nach. „So ein Riesenteil! Aber, ich glaube, das ist es. Halten Sie das Maß bitte einmal fest.“

Ich notiere mir die Daten der Sitzposition und meine Eindrücke über seine Körperhaltung auf meinem Notizblock.

„Stellen Sie mir in der Alpen-Einstellung der Leistungsbremse noch einmal mein altes Fahrrad ein?“

Mit einem schrägen Seitenblick versucht er erfolglos, die Pedale zu bewegen und steigt von dem Velochecker ab. „Und mit diesem Fahrrad soll ich jetzt noch nach Hause fahren?“

Ich lächle zufrieden.

„Können Sie mir einmal ausrechnen, was es kostet, wenn Sie mein Fahrrad als Paria Terra mit den neuen Maßen exakt nachbauen? Aber in diesem Grün. Das ist Pflicht.“

Ich nicke, obwohl mir diese spezielle Farbe ein wenig Kummer bereitet. „Da werde ich telefonieren müssen, aber das geht bestimmt. Was werden Sie denn nun mit Ihrem alten Fahrrad machen? Das ist doch ein richtig gutes Rad.“

„Ich denke, das kriegt mein Sohn, der hat einen deutlich frischeren Rücken.“

Bilanz:
Tausend Kilometer auf einem Fahrrad sind wie Tausend Schrauben in einen Balken drehen. Hierbei wollen Sie auch keinen Baumarkt-Schraubendreher samt rostiger Schrauben, obwohl es damit auch irgendwie geht.

Technik:

Die Angabe der Rahmenhöhe ist allein meist wenig hilfreich, da Sattelstange und Vorbau schnell weiter herausgezogen werden können, um ein falsches Maß auszugleichen. Ein weitaus wichtigeres Maß ist die Rahmenlänge. Sie entscheidet maßgeblich über Leistungsfähigkeit und Wohlgefühl. Dieses Maß wird aber selten angegeben. Die ergonomischen Fehler einer unpassenden Rahmenlänge sind in ihrer Auswirkung aber später kaum noch zu korrigieren.

Kapitel 5
Kapitel 7